Ianus im Lab³ die Erste – Das Darmstädter Peacelab

“Hello world”
Da sind wir: Das erste IANUS Peacelab im Darmstädter Lab³.

Die ersten Peacelabler, v.l.n.r. : Alfred, Aron, Alex, Thorsten, Jörg, Andreas, Celine, Anabelle und Barbara / Foto: Kathrin Hadasch für IANUS peacelab

In einer bunt gemischten Runde aus Freifunkern, Gestaltern, Designern, Psychologen, Philosophen, Biohackern und technikbegeisterten Bastlern kamen wir zusammen um uns der Frage zu widmen:
Was ist ein IANUS Peacelab?

So interdisziplinär, wie wir uns als BürgerInnen zusammen gefunden haben, so unterschiedlich waren die Beiträge zu den Möglichkeiten, die sich in dem kognitiven Raum ergeben, dass das Peacelab bietet.
Und natürlich dreht es sich dabei immer um die zentrale Frage:
Wie können wir BürgerInnen Frieden machen?

Eine Grundannahme des Peacelab ist, dass man mit besserer Technik die Welt verbessern kann, mit ihr Frieden fördert.
Doch was genau heißt nun “besser”?
Besser heißt: nutzerfreundlicher, transparenter, ressourcenfreundlicher, fairer, öffentlich verfügbar, nachhaltiger, effizienter.

Das klingt auf den ersten Blick ziemlich überwältigend.
Wie lassen sich solche ambitionierten Forderungen umsetzen?

Genau hier setzen wir als Peacelab an:
Wir möchten Handlungsspielräume aufzeigen und gestalten, indem wir beispielshafte Projekte hervorheben, diskutieren und fördern.

Sei es im Rahmen von Wettbewerben, die solche Projektkonzepte anstoßen und hervorbringen.
Sei es in Ausstellungen, die aufklären und Inspiration bieten.
Sei es im Rahmen von Förderungen, die Projekten finanziell und ideell unter die Arme greifen.
Oder eben in Diskussionsrunden, Workshops und Weiterbildungen, die den Zusammenhang von Technik und Frieden verdeutlichen.

Denn keine Technik ist alternativlos.
Im Zeitalter der Computerhacker und Bastler, die Geräte oder Software auseinanderbauen, untersuchen und selbst entwickeln, haben wir die Gestaltung der technischen Zukunft selber in der Hand.

Amateur- und Freifunker zeigen uns, dass wir nicht mehr abhängig von “Big Tech” seien müssen um uns virtuell zu vernetzen und auszutauschen.
Kommunikation und dessen Infrastruktur geht heutzutage auch dezentral und demokratisiert.

Gestaltungsprinzipien aus der “positiven Psychologie” helfen uns beim friedensorientierten Design von Plattformen in denen wir uns treffen und austauschen können.
So können kompetitive Gamification Designs in einem kooperativen Modus neu gedacht werden, um uns spielerisch wieder auf das zu besinnen, was uns ausmacht: Solidarität.

Und auch die Biohacker-Bewegung, die immer weiter Schwung aufnimmt, gibt Hoffnung. Es stehen mittlerweile ganze Baukästen open source zur Verfügung, um die Biotechnologie für alle greifbarer und verständlicher zu machen.
Und vielleicht führt das zu einer neuen Welle an molekularbiologischen Bastlern, die kreativ und verantwortungsbewusst Möglichkeiten finden aktuelle Probleme nachhaltig anzugehen. Aus der bürgerlichen Mitte heraus.

KünstlerInnen können sich der Themen annehmen und in ästhetische Form gegossen aktuelle Problemstellungen skizzieren und uns für Handlungsoptionen die Augen öffnen.
Nichts muss so bleiben, wie es ist.
Manchmal reicht schon ein neuer Blickwinkel um das selbst zu erfahren.

von: Jasmine Kay Uy / Foto: Visual Arts Center, Texas USA

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