Der Verein

Foto des Gründungstreffens am 20.01.2020: v.l.: Kathrin Hadasch, Michael Marquardt, Alfred Nordmann, Timm Behneke, Amrei David, Thorsten Kohl, Janine Gondolf, Annette Ripper, Soeren Soelberg, Afrim Bytyqi, Foto: Barbara Köderitz/IANUS-peacelab

Im Zeitalter von Open Science und Bürgerwissenschaft, angesichts der stetig wachsenden Makerszene und gemeinsamer Verantwortung für unseren Planeten verbinden sich immer höhere Erwartungen an dezentrale, wissenschaftliche Forschung durch Bürger*innen.

Gleichzeitig orientiert sich universitäre Forschung immer stärker an gesellschaftlichen Werten und Herausforderungen. Das übergreifende Stichwort hierfür lautet Responsible Research and Innovation.

Wir wollen den Zeitpunkt nutzen um Impulse zu setzen.

Für eine bürger-wissenschaftlich gelebte Friedenskultur mit dem Verein für friedensorientierte Technikgestaltung.

Wer wir sind?

Der IANUS-Verein für friedensorientierte Technikgestaltung knüpft an der Arbeit von IANUS Science Technology Peace an:

Als wissenschaftliche Einrichtung TU Darmstadt war IANUS von 1988-2017 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur natur- und ingenieurwissenschaftlichen Friedensforschung.

Die IANUS-Idee lebt weiter und wirkt in der Forschung fort, an der TU Darmstadt einerseits durch konkrete Förderung am Forum interdisziplinäre Forschung, andererseits forschungsintensiv bei PEASEC mit Schwerpunkt auf Digitalisierung – und mit dem IANUS-Verein für friedensorientierte Technikgestaltung nun auch als zivilgesellschaftliche Plattform.

In Partnerschaft mit universitärer Forschung steht der Verein allen Interessierten offen.
Die Mitglieder kommen gleichermaßen aus dem universitären Umfeld, der Zivilgesellschaft und bürgerwissenschaftlichen Initiativen.
Ein wesentliches Ziel des Vereins ist es, die Arbeit des Peacelab ideell und materiell zu unterstützen – darum freuen wir uns über neue Mitglieder.

Was wir machen?

Im Peacelab wollen wir Impulse geben in Richtung Friedensforschung, Technologiebewertung und Nachhaltigkeitsinnovation.
Dafür suchen wir die Zusammenarbeit mit Maker- und Hackerspaces, der DIY-Kultur und Schülerlaboren.

Wir möchten Diskussionen, kleine Studien und größere Projekte anstoßen, als Ideenplattform dienen.

Wir möchten ein Netzwerk aufbauen und der zivilgesellschaftlichen (Friedens)Forschung eine Stimme geben, die zum wissenschaftlichen Diskurs interdisziplinär und international beiträgt.

Warum wir das machen?

Alle reden von Nachhaltigkeit.
Vom Insektensterben zum Virenschutz, vom Drohnenverkehr zur Bioökonomie – die Kreativgesellschaft und Makerszene gibt wesentliche Impulse.
Aber Nachhaltigkeit ist nicht nur Effizienz und Ressourcenschonung. Sie hat immer auch die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens im Blick.
Wir wollen, dass sie deutlicher im Vordergrund steht.

Alle reden von Sicherheit – dem Schutz der Menschen vor Unfällen und Gesundheitsschäden (safety), dem Schutz der technischen Systeme vor Übernahme und Missbrauch (security).
Sicherheit lässt sich nicht an Experten delegieren, gehört zur Verantwortung aller Mitarbeiter*innen einer Firma oder Bürger*innen einer Gesellschaft. Wir alle sind gefordert, die Sicherheitskultur aufrecht zu erhalten.
Wie sollen wir aber dieser Verantwortung gerecht werden, wenn Sicherheit vor allem defensiv als Vermeidung von Angriffen und Eindringlingen definiert wird?
Hier bedarf es einer positiven Orientierung.
Uns geht es um eine Transformation der Sicherheitskultur in eine Friedenskultur.

Kaum jemand redet von Krieg und Frieden – das Thema ist unübersichtlich geworden, wenn Kriege nicht mehr nur militärisch zwischen Nationalstaaten geführt werden.
Fake news, Überwachung, Cyberangriffe, Ressourcenkonflikte, Migration, sensible Lieferketten und kritische Infrastrukturen: Manchmal heißt es, wir leben schon in einem permanenten Kriegszustand.
Vielleicht wissen wir nicht, ob wir uns im Krieg befinden oder nicht. Umso wichtiger, dass wir uns am Frieden orientieren. Was das hieße, ahnen wir zumindest und können dafür arbeiten.

Es wird immer mehr Verantwortung auf uns Bürger*innen transferiert.

Diese Verantwortung wollen wir im Verein annehmen und uns mit bürgerwissenschaftlicher Friedensforschung für eine Technikentwicklung einsetzen, die die Möglichkeit des weltweit friedlichen Zusammenlebens stärkt.

Du fühlst dich angesprochen uns möchtest dich bei uns einbringen?
Hier findest du den Mitgliedsantrag:


Und unsere Vereinssatzung: